Direkt zum Hauptinhalt

Tirols NPOs sagen DANKE an ihre Testamentsspender

Innsbruck,

Über den Tod hinaus gemeinnützige Projekte ermöglichen und die Zukunft für kommende Generationen mitgestalten, dadurch setzten Testamentspender Zeichen. Tiroler Spendenorganisationen setzen als Dank und Anerkennung Vergissmeinnicht im Hofgarten.

Fast 10 % des gesamten Spendenaufkommens in Österreich (625 Mio. Euro 2016) sind bereits Testamentsspenden. „Mit 50-55 Millionen Euro jährlich haben die Testamentsspenden zugunsten gemeinnütziger Organisationen ein beeindruckendes Niveau erreicht. Jeder 10. Spendeneuro wird mittlerweile über Testamente gespendet!“ zeigt sich Günther Lutschinger, Geschäftsführer des Fundraising Verbands und Initiator von Vergissmeinnicht.at, erfreut. „Rund 14 Prozent der über 40-jährigen können es sich laut Umfrage des Market-Institutes vorstellen, eine gemeinnützige Organisation im Testament zu bedenken – und es werden erfreulicherweise mehr“, macht Lutschinger deutlich.

Der gute Wille und die Möglichkeit, sich über das Leben hinaus für eine wichtige Sache einzusetzen, sind die wichtigsten Motive. Zudem besteht vielfach der Wunsch, selbst zu bestimmen, was mit dem eigenen Vermögen nach dem Ableben geschieht und Streit unter den Angehörigen zu vermeiden. Trotzdem wissen viele Menschen nicht, welche Möglichkeiten es beim Vererben gibt und welche rechtlichen Aspekte zu beachten sind. Nur 35 % der über 60-jährigen haben überhaupt ein Testament verfasst und die wenigsten wissen, dass man im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation bedenken kann. „Mit der Initiative Vergissmeinnicht.at möchten wir daher ein neutrales Informationspaket bieten und auf diese Möglichkeit aufmerksam machen“, so Lutschinger.

Mit den Worten einer Vermächtnisgeberin veranschaulicht Markus Zettinig, Geschäftsleiter des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Tirol, eindrucksvoll die Beweggründe einer Spenderin, blinde und sehbehinderte Menschen im Testament zu bedenken: „Einzigartig zeigen sich mir die Berggipfel in der Morgensonne. Dieser wunderbare Fernblick bleibt blinden und sehbehinderten Menschen leider verborgen. Umso mehr ist es mir ein Anliegen, mein Vermächtnis mit den betroffenen Menschen zu teilen.“

Auf die lange Tradition des Gebens über das eigene Leben hinaus verweist auch Bruder Erich Geier, Kuratoriumsmitglied des slw Soziale Dienste der Kapuziner, in seiner Ansprache: „Seit 1908 können wir immer auf Menschen bauen, die es sogar über ihren Tod hinaus gut mit uns meinen und unsere Arbeit für Menschen mit Behinderung unterstützen. Das Vertrauen und die Hoffnung tragen uns, dass Menschen auch in Zukunft für andere da sein wollen. In unseren Gebeten gedenken wir Kapuziner jeden Tag unserer Wohltäterinnen und Wohltäter.“

„Vergissmeinnicht.at – Die Initiative für das gute Testament“ vereint 69 österreichische gemeinnützige Organisationen. Auch der Blinden- und Sehbehindertenverband Tirol. Zusammen mit dem Träger der Initiative, dem Fundraising Verband Austria, und Kooperationspartnern wie der Österreichischen Notariatskammer wollen sie die Bevölkerung über die Möglichkeit informieren, im Testament neben Angehörigen auch eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Dahinter steht die gemeinsame Überzeugung, dass man mit einem Vermächtnis für den gemeinnützigen Zweck über das eigene Leben hinaus Gutes tut.

Bild Abdruck frei. Credit: FVA

Weitere Fotos: http://bit.ly/2nHcLmV zur honorarfreien Verwendung zur Verfügung.

Fundraising Verband Austria

Mag. Peter Steinmayer, Leitung Kommunikation

T: 0676 914 66 25

presse@fundraising.at

 

Mitglieder-Gruppenbild der Initiative "vergissmeinnicht".

Vergissmeinnicht im Hofgarten pflanzen

Ansprache Markus Zettinig