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Geschichte

Eine Zusatzration Kohle … In der Nachkriegszeit war das die Zuwendung an blinde Menschen. Dies linderte die Kälte. Insgesamt aber standen Betroffene am Rande der Existenz und der Gesellschaft.

Die Vereinsgründung des „Blindenbundes in Tirol und Vorarlberg“ am 22. Mai 1946 läutete eine erste Wende ein. Blinde Menschen waren ab nun organisiert und hatten eine Interessenvertretung. Zunächst nur auf dem Papier. Die Funktionäre und Vereinsmitglieder füllten die Statuten allerdings mehr und mehr mit Leben. Lange Jahre harter und zäher Aufbauarbeit standen noch bevor. 1949 fand die Loslösung von Vorarlberg statt und Tirol wurde ein unabhängiger Verband.

Nach vielen Jahrzehnten Hilfe zur Selbsthilfe sowie politischem Lobbying sind blinde und sehbehinderte Menschen heute grundversorgt. Diese Entwicklung ist dem Verhandlungsmut und den steten Forderungen nach Gleichstellung aller bisherigen Funktionäre des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Tirol zu verdanken. Heute steht der Verband nicht mehr nur seinen Mitgliedern zur Verfügung. Er hat sich für Tausende blinde und sehbehinderte Menschen in Tirol zum Dienstleister entwickelt. Seine Aufgabe besteht darin von Sehbehinderung oder Blindheit Betroffene zu unterstützen, mit ihren Einschränkungen zurechtzukommen und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Statistische Daten von WHO/Statistik Austria weisen darauf hin, dass in Tirol circa 15.000 – 20.000 Menschen mit relevanter Sehbeeinträchtigung leben – davon ca. 2.000 – 3.000 hochgradig sehbehindert oder blind.

Festschrift (PDF) Festschrift (Word)

Blinden Wohn- und Arbeitsheim in den 80er Jahren mit Korbverkauf an der Straße

Blinden Wohn- und Arbeitsheim in den 80er Jahren mit Korbverkauf an der Straße

Korbverkauf vor dem alten Verbandsgebäude in den 80er Jahren. Die Korbproduktion befand sich bis 1995 im Haus.