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Tag des weißen Stockes – 15. Oktober

Innsbruck,

Sensibilisierungsoffensive – Leitfaden für Pflegedienste

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Tirol gibt anlässlich des Tags des weißen Stockes, der alljährlich am 15. Oktober stattfindet, Tipps zur sicheren Bewältigung des Heimalltags im Umgang mit blinden und sehbehinderten Menschen im Wohn- und Pflegeheim.

„Die Pflege von betroffenen Menschen ist anspruchsvoll, bei Verlust des Sehens ist Trauerbewältigung vorrangig zu beachten. Hoffnungslosigkeit, Zorn und Aggression sind Gefühlsventile, denen mit Verständnis zu begegnen ist. Vor allem sind kurzfristig erblindete Menschen aufzufangen und vor Rückzug, Isolation und Einsamkeit zu schützen.“ wie Markus Zettinig Geschäftsführer des BSVT, aus langjähriger Erfahrung weiß.

Leitfaden gibt Tipps für Pflegedienste

Für die Pflege insbesondere in Altenheimen, Wohn- und Pflegeheimen, ist wichtig zu wissen, ob der betroffene Mensch geburtsblind, unfallerblindet ist oder die Blindheit durch Krankheit erworben hat. Unter ‚blind‘ versteht man auch eine starke Sehschwäche oder Gesichtsfeldeinschränkung, mit der sich der betroffene Mensch in einer neuen Umgebung nicht zurecht findet.

Die kurzen und prägnanten Informationen zum Einzug im Heim, barrierefreie Wege und Stolpersteine, sowie zur Gesprächskultur mit den betroffenen Bewohnerinnen sollen bei der Bewältigung des Heimalltags helfen.

Wenn Sie Interesse an dem Leitfaden für Pflegedienste haben, senden Sie uns bitte eine Mail an: info@bsvt.at oder rufen Sie uns an: 0512 / 33 4 22 – 18

Internationaler Tag des weißen Stockes

Der  internationale Tag des weißen Stockes am 15. Oktober wird international dafür genutzt, auf bestehende Problematiken aufmerksam zu machen und für Blindheit und Sehbehinderung Sensibilisierungsarbeit zu leisten.

Auf die Idee, blinde Menschen mit einem weißen Stock als Schutz- und Erkennungszeichen zu versehen, kam man um 1930 in Paris. Schöpferin war Guilly d’Herbemont, die am 7. Februar 1931 in Anwesenheit mehrerer Minister und Vertreter von Blindenorganisationen die ersten weißen Stöcke überreichte. Der weiße Stock wurde dann offiziell als Schutz und Erkennungszeichen blinder Menschen anerkannt.

Am 15. Oktober 1964 übergab US-Präsident Lyndon B. Johnson während eines Empfanges in einem symbolischen Akt Langstöcke an blinde bzw. sehbehinderte Menschen, weswegen dieser Tag als Beginn des systematischen Orientierungs- und Mobilitätstrainings gilt. Der Stock wurde damals, nach Richard Edwin Hoover, noch Hoover-Cane genannt.

Im Jahr 1969 riefen die Vereinten Nationen den „Internationalen Tag des Weißen Stockes“ ins Leben, der jeweils am 15. Oktober begangen wird. In den darauf folgenden Jahren erlebte der weiße Stock eine ungeahnte Verbreitung. Mit dem Langstock und einem entsprechenden Mobilitätstraining konnten nun vermehrt blinde und sehbehinderte Menschen die große Herausforderung, allein im Straßenverkehr unterwegs zu sein, in Angriff nehmen.

Quelle: wikipedia.org

Internationales Logo für Blindheit oder Sehbehinderung