FRÜHFÖRDERUNG IN NOT: Erstmals droht Warteliste für sehbehinderte Kinder – Hilfe jetzt dringend benötigt!
Innsbruck, April 2026,
Seit über 40 Jahren begleitet die Frühförderung des BSVT Familien mit blinden oder sehbehinderten Kindern – eine Situation wie diese gab es noch nie
Die Lage ist dramatisch: Erstmals in der Geschichte des BSVT steht die Frühförderung für blinde und sehbehinderte Kinder vor der Situation, Kinder nicht aufnehmen zu können. In wenigen Wochen könnte es soweit sein. Eine Warteliste – bislang undenkbar – droht Realität zu werden.
„So etwas hat es in der gesamten Geschichte unserer Frühförderung noch nie gegeben“, betont Sabine Karrer, Obfrau des BSVT. „Wir stoßen finanziell an unsere Grenzen und können ohne zusätzliche Mittel nicht mehr alle Kinder sofort betreuen.“
Aktuell ist die Versorgung von vier Kindern mit dringend benötigter Frühförderung akut gefährdet – und das ausgerechnet in einer besonders sensiblen Entwicklungsphase, in der rasches Handeln entscheidend ist.
Hinweis: Die folgenden Namen wurden aus Datenschutzgründen geändert. Die Kinder und ihre Schicksale sind jedoch echt.
• Lukas (5 Monate) erlitt als Baby eine Hirnblutung und zeigt nun deutliche Schwierigkeiten bei der Verarbeitung visueller Reize.
• Emma (3 Monate) befindet sich derzeit in diagnostischer Abklärung aufgrund auffälliger Sehentwicklung.
• Sophie (2 Jahre) hat einen einseitigen Katarakt (Grauer Star); erst vor Kurzem erfuhren ihre Eltern vom Unterstützungsangebot der Frühförderung des BSVT.
• Mia, geboren in der 23. Schwangerschaftswoche, kämpft mit massiven Entwicklungsbeeinträchtigungen im Bereich des Sehens und braucht dringend die Unterstützung der spezifischen Frühförderung des BSVT.
„Wenn wir sie jetzt nicht unterstützen können, verlieren diese Kinder wertvolle Entwicklungszeit – mit Folgen für ihr ganzes Leben. Die Lösung ist da, doch die Finanzierung fehlt“, warnt Katharina Feichtner-Bramböck, Co-Leiterin der Frühförderung des BSVT.
Ein Hoffnungsschimmer zeichnet sich ab: Eine hochqualifizierte Fachkraft steht bereit, um sofort als Frühförderin zu beginnen. Sie verfügt über eine sonderpädagogische Ausbildung und würde parallel die fachspezifische Weiterbildung für die Begleitung blinder und sehbehinderter Kinder absolvieren. Mit der sofortigen Anstellung dieser neuen Fachkraft ließe sich die drohende Warteliste noch abwenden und die durchgehende, frühzeitige Förderung aller vier Kinder sicherstellen.
Jetzt zählt jede Unterstützung
Um die benötigten personellen Ressourcen zu finanzieren, ist der BSVT jetzt dringend auf Unterstützung angewiesen – sowohl kurzfristig zur akuten Sicherung der Betreuung als auch langfristig. Ziel ist zudem der Aufbau eines nachhaltigen Netzwerks engagierter Partnerinnen und Partner im „Freundeskreis der Frühförderung“.
Spendenaktion gestartet
Mit dem Projekt „Soforthilfe für blinde und sehbehinderte Kinder in Tirol“ hat der BSVT eine gezielte Fundraising-Initiative ins Leben gerufen, um die Versorgung der Kinder sicherzustellen und eine erstmalige Warteliste zu verhindern.
Mit € 30.000 kann eine neue Frühförderin inklusive fachspezifischer Fortbildung für dieses Jahr finanziert werden – und damit die Betreuung aller aktuell betroffenen Kinder für heuer gewährleistet werden.
Jeder Beitrag hilft und kann den entscheidenden Unterschied im Leben eines Kindes und seiner Familie machen.
Denn eines ist klar: Frühförderung darf kein Wartelisten-Thema werden – schon gar nicht bei den Kleinsten unserer Gesellschaft.
Spendenkonten: Raiffeisen AT46 3600 0000 0087 0006 | Sparkasse AT41 2050 3000 0003 0155
Kontakt & weitere Informationen
Interessierte Unterstützerinnen und Unterstützer sind herzlich eingeladen, mit dem BSVT Kontakt aufzunehmen und sich in einem persönlichen Gespräch über Möglichkeiten des Engagements zu informieren.
Interviews & Bildmaterial
Die Familie Betz (zwei betroffene Kinder im Alter von 8 und 3 Jahren) steht für Interviews, persönliche Einblicke und Bildmaterial zur Verfügung.