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Zapfendystrophie

Die Zapfen sind die Sinneszellen der Netzhaut, die für das Farbensehen zuständig sind. Sie befinden sich vor allem in der Makula. Mit Zapfendystrophie wird eine Beeinträchtigung von genau diesen Sinneszellen bezeichnet. Ein Ausfall aller Zapfen führt zur Farbenblindheit (Achromatopsie).

Zapfendystrophie kann in sehr unterschiedlichen Formen auftreten. Die Erkrankung existiert meist von Geburt an und bleibt in ihren Auswirkungen auf das Sehvermögen oft gleichbleibend. Es gibt allerdings auch Formen, bei denen eine Sehverschlechterung auftritt. Eine Prognose übre die voraussichtliche Entwicklung ist aber auch in diesen Fällen nicht möglich.

Es gibt drei Zapfentypen, die für unterschiedliche Bereiche des Lichtspektrums spezialisiert sind (rot – grün – blau). Diese Zapfentypen können bei einer Zapfendystrophie unterschiedlich stark beeinträchtigt sein.

Die unterschiedlichen Formen der Zapfendystrophie können zu sehr unterschiedlichen Auswirkungen führen. Häufige Kennzeichen sind aber folgende:

Die Ursache für eine Zapfendystrophie ist meist eine autosomal rezessive Vererbung

Leider gibt es keine medizinischen Möglichkeiten, die Erkrankung zu beeinflussen. Umso wichtiger ist eine gute optische Versorgung (auch Filter zum Blendschutz) und eine adäquate Hilfsmittelversorgung.

Die Einnahme von Vitaminpräparaten kann bei einigen Formen sogar eine ungünstige Auswirkung auf den Krankheitsverlauf haben. Das Rauchen sollte aber auf jeden Fall unterlassen werden, da es den Stoffwechsel in der Netzhaut schädigt.