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Umgebung beschreiben (Tipp fur Sehende)

Manche Begleiter oder Begleiterinnen glauben, dauernd reden zu müssen. Sie denken vielleicht: „Spreche ich nicht, weiß er nicht, ob ich noch da bin“ oder „Sie hat sonst nichts, womit sie sich ablenken könnte.“ Wie bei allen Gesprächen kann auch beim Spaziergang mit Blinden eine Schweigepause gut tun.

Blinde Personen haben mit ihren Wahrnehmungsmöglichkeiten meist schon viele Informationen über ihre Umgebung gesammelt. Sie können als Begleitung Gegenstände oder Personen auch genauer beschreiben, wenn dies gewünscht wird. Es ist sehr hilfreich, wenn Sie auf bestimmte Dinge aufmerksam machen: Auf der anderen Straßenseite ist gerade eine Baustelle.“ Oder: „An dieser Ecke ist ein neues Kleidergeschäft.“ Wenn Sie die sehbehinderte Person auf Bekannte aufmerksam machen, die Ihnen begegnen, ist es ihr leichter möglich, in angemessener Weise zu grüßen.

Am besten ist es immer, die blinde oder sehbehinderte Person zu fragen, welche Informationen für sie wichtig sind und wann. Möchte sie sich z.B. bei Straßenquerungen auf den Verkehr konzentrieren, dann wird erst wieder am Gehsteig geredet. Geht man durch die Fußgängerzone, möchte die blinde oder sehbehinderte Person vielleicht Informationen über Geschäfte oder Cafés. Oder vielleicht möchte sie Auskunft über Ärzte in dieser Gegend?

Eventuell gibt es am bekannten Spazierweg neue Einrichtungen wie Sitzgelegenheiten, ein Kneippbecken oder einen Skatepark, von dem Geräusche kommen, welche bisher hier nicht zu hören waren, und irritierend sein könnten, dann können Sie auch darüber informieren.