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Stabsichtigkeit (vgl. Astigmatismus)

Astigmatismus („Hornhautkrümmung“)

Die Bedeutung von Astigmatismus zu verstehen, erfordert ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und optische Kenntnisse. Wir versuchen eine Erklärung mit folgendem Bild:

Stellen Sie sich eine Töpferscheibe vor. Wenn man auf ihr ein Gefäß formt, wird es schön rund. Die Entfernung der Wand von der Drehachse ist auf einer Ebene immer gleich. Ansonsten wäre das Gefäß unwuchtig.

Hornhaut und Linse sollten im Idealfall ebenfalls im Bezug auf die optische Achse in allen Richtungen auf einer Ebene gleich geformt sein. Ist dies nicht der Fall, so treffen parallele Lichtstrahlen nicht in einem Punkt zusammen. Es entsteht ein verzerrtes Bild wie beim Blick durch ein zylinderförmiges Glas. Das ist genau bei einem Astigmatismus der Fall.

  • Ein einfacher Astigmatismus lässt sich optisch relativ leicht korrigieren. In die Brille wird gleichsam ein Gegenzylinder in einem rechten Winkel zur Krümmung eingesetzt.
  • Bei einem „irregulären“ Astigmatismus ist die Wölbung der Hornhaut so unterschiedlich, dass eine Korrektur mit einer Brille nicht ausreicht. Eine Verbesserung kann eventuell mittels Kontaktlinsen oder einem chirurgischen Eingriff erzielt werden.