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Nystagmus

Augenzittern (Nystagmus)

Wenn wir beim Zugfahren in die Landschaft blicken, bleiben unsere Augen nicht ruhig gerade aus gerichtet. Sie können dies sehen, wenn Sie einmal im Zug Ihr Gegenüber beobachten (Eisenbahnernystagmus). Auch bei einer Kopfdrehung bewegen sich unsere Augäpfel leicht zuckend. überprüfen, Sie dies, indem Sie beim Drehen des Kopfes zwei Finger vorsichtig auf ein geschlossenes Auge legen. Unter Ihren Fingerkuppen werden sie eine rückartige Bewegung erspüren. Trotzdem haben wir dabei nicht den Eindruck, dass das Bild wackelt wie bei einer Videoaufnahme ohne Stativ. Unser Gehirn ist in der Lage, die Rückbewegungen bei der Verarbeitung der Seheindrücke „wegzurechnen“.

Ein Nystagmus kann aber auch Anzeichen oder Symptom einer Sehbehinderung sein. Die Augen bewegen sich dann ständig wie ein Pendel. Das Augenzittern kann auch beim Blick in eine Richtung stärker sein, als in die Gegenrichtung.

Auch bei einem krankhaften Nystagmus sehen die Betroffenen nicht automatisch verwackelte Bilder. Allerdings liegt meistens eine Vermiderung der Sehschärfe vor.

Ist der Nystagmus in eine Blickrichtung schwächer, kann durch Versetzten der Augenmuskel operativ die Beeinträchtigung eventuell verringert werden.