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Morbus Stargardt

Morbus Stargardt ist eine der häufigsten Ursachen für eine Schädigung der Makula, die bereits im jugendlichen Alter beginnt.

Die Erkrankung fällt meist in der Pubertät auf und wird von den Betroffenen oft noch gar nicht wahrgenommen. Der Krankheitsverlauf ist fortschreitend, führt aber nicht zur Erblindung, da die Schädigung sich auf die Makula beschränkt. Die äußeren Areale des Gesichtsfelds bleiben weithin intakt. Das Farbsehvermögen ist unterschiedlich stark beeinträchtigt.

  • Autosomal rezessive Vererbung
    (Genlocus 1p21-p13, Mutationen im ABCR-Gen)
  • Am Augenhintergrund finden sich kleine, gelblich weiße Flecken („Fundus flavimaculatus“).
  • Bei der Fluoreszenzangiographie bemerkt der Augenarzt eine Abschattung der Aderhautgefäße.
  • Spezialisierte Kliniken können die Diagnose mittels „multifokalem ERG“ einschränken.
  • Genetische Untersuchungen tragen schon in einem frühen Stadium zu einer genaueren Diagnose bei.

Es gibt Hinweise darauf, dass bei Stargardt-Betroffenen ein Lichtschutz sehr zu empfehlen ist. Dadurch kann eventuell der Verlauf günstig beeinflusst werden.

Dr. Gabriel Travis konnte bei seinen Stargardt-Mäusen mehrfach einen engen Zusammenhang zwischen Licht und der zerstörerischen Lipofuscin-Ansammlung nachweisen. Eine Übertragbarkeit auf Menschen mit Morbus Stargardt wird vermutet, ist aber noch nicht klar nachgewiesen.

Hier finden Sie Hinweise über die Selbsthilfegruppe: RP-Gruppe