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Führungstechniken (Tipps für Sehenede)

Vielleicht beobachten Sie einmal eine blinde oder sehbehinderte Person, die bei einer Baustelle oder einem unerwarteten Hindernis die Orientierung heillos verloren hat.

Bieten Sie in solchen Situationen nach Möglichkeit Ihre Hilfe an! Packen Sie dabei aber nicht einfach den Arm der Person, um sie vor sich herzuschieben. Respektvoller ist es, wenn Sie die blinde oder sehbehinderte Person erst ansprechen. Sagen Sie zum Beispiel: „Ich muss auch zum Bahnhof. Soll ich Sie ein Stück mitnehmen?“ Ist die Person damit einverstanden, dann bieten Sie den Arm an, damit sich die blinde oder sehbehinderte Person festhalten oder einhängen kann. Sie gehen auf diese Weise einen halben Schritt voraus. Blinde Personen nehmen dadurch einen Richtungswechsel ganz einfach wahr. Beim Gehen durch eine Tür oder eine enge Stelle geht der Führende immer voraus. Er hält die blinde Person mit dem Arm, den er ihr gereicht hat, leicht etwas nach hinten, um einen ganz geringen Abstand zu gewinnen. Denken Sie bitte immer daran, bei Treppen anzugeben, ob diese nach oben oder nach unten führen!!

Seien Sie bitte nicht enttäuscht, wenn Ihr Angebot auf Begleitung nicht angenommen wird. Einige Blinde wollen auch beim Gehen ihre Unabhängigkeit wahren, wenn eine Begleitung oft auch eine Erleichterung bringen würde.

Siehe auch: Führungstechniken – Sehende Begleitung