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Fixation

Wenn jemand mit einem gesunden Auge auf einen Gegenstand blickt, richtet er die Blickrichtung so aus, dass die Lichtstrahlen des Gegenstandes auf den schärfsten Punkt seines Sehens, die Makula fallen. Er fixiert den Gegenstand gerade aus.

Liegt jedoch eine Schädigung der Makula vor, muss die betroffene Person ein Areal in der Peripherie der Netzhaut finden, mit dem sie den Gegenstand noch relativ gut erkennen kann. Für Außenstehende entsteht der Eindruck, dass die betroffene Person an dem Gegenstand vorbeiblickt. Dies führt vor allem beim Blickkontakt zu Missverständnissen.

Haben Sie den Eindruck, von diesem Herrn angeblickt zu werden? Er fixiert aber genau die Kamera!

Menschen, die relativ rasch an einer altersbedingten Makuladegeneration erkranken, haben Probleme, in der Netzhautperipherie feste Areale zum Fixieren eines Gegenstandes zu finden. Gewöhnung und Übung führen zu einer Verbesserung der „exzentrischen Fixation“.