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BSVT-Bezirksstelle Osttirol vorläufig gerettet!

Innsbruck, 30.10.2014. Beim heutigen Medientermin in Lienz informierte der Obmann des BSVT, Klaus Guggenberger, die Leiterin der Beratungsstelle Mag. Carmen Natter sowie die Osttiroler Frühförderin Agnes Wibmer über die aktuelle Situation der Bezirksstelle Osttirol. Vizebürgermeister Meinhard Pargger übergab im Namen der Lichtensteiner Stiftung dem BSVT einen Scheck in Höhe von 75.000 Schweizer Franken (rund 60.000 Euro). Über drei Jahre hinweg wird jeweils ein Drittel des Betrages an den Verein überwiesen.

 

Die BSVT Bezirksstelle O-Tirol Beratung, Hilfsmittel, Frühförderung ist seit 2004 die einzige Anlaufstelle für blinde und sehbehinderte Menschen in Osttirol. Sie gibt Betroffenen eine Perspektive. Als Selbsthilfeverein ist sie dabei auf die Hilfe der Bevölkerung durch Spendengelder sowie auf Förderungen durch die öffentliche Hand angewiesen. „Steigende Kosten sowie die allgemeine wirtschaftliche Lage brachten dem Verein große Belastungen. Bis vor Kurzem stand die Zukunft der BSVT Bezirksstelle Osttirol deshalb auf der Kippe“, erklärt Obmann Klaus Guggenberger. Dies hätte eine Schwächung des ländlichen Raumes bedeutet. Für KlientInnen mit altersbedingter Makuladegeneration, die über ein stark vermindertes Sehvermögen verfügen, oder für Klientinnen mit einem fortschreitenden Ausfall der Sinneszellen, wäre das ein großer Nachteil geworden. Doch es kam Unterstützung.

 

Vizebürgermeister Meinhard Pargger konnte für den BSVT aus der Lichtensteiner Stiftung, die soziale Projekte mit gesellschaftlicher Breitenwirkung unterstützt, 75.000 Schweizer Franken (nach aktuellem Kurs entspricht das rund 60.000 Euro), aufgeteilt auf drei Jahre, sicherstellen. „Dieser Betrag gewährleistet nun, dass die BSVT-Bezirksstelle Osttirol in den nächsten Jahren weitergeführt werden kann, sofern keine größeren Belastungen auf uns zukommen“, so Klaus Guggenberger erleichtert. „Unser großer Dank geht an den Vizebürgermeister, der sich tatkräftig für den Verein eingesetzt hat.“

 

„In Osttirol besteht der Bedarf an Beratung und Förderung für blinde und sehbehinderte Menschen. Es kann nicht sein, dass betroffene Osttirolerinnen und Osttiroler eine Reise von sechs bis sieben Stunden nach Innsbruck auf sich nehmen müssen, um versorgt zu werden. Ich sehe die BSVT Bezirksstelle Osttirol daher als wesentlichen Bestandteil der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge. Deshalb habe ich mich für deren weiteres Bestehen eingesetzt“, so Vizebürgermeister Meinhard Pargger, der weitere Unterstützung für die Bezirksstelle nach Ablauf der dreijährigen finanziellen Unterstützung nicht ausschießt.

 

 

Weiterhin Spenden nötig!

Mit der großzügigen Spende wurde ein wesentlicher Grundstein für das Weiterbestehen der BSVT-Bezirksstelle Osttirol gelegt. Für die Sicherstellung der sozialrechtlichen Beratung und der Beratung im Hinblick auf Hilfsmittel sowie der Pädagogischen Frühförderung ist die Bezirksstelle nach wie vor auf Spenden der Osttirolerinnen und Osttiroler wie zum Beispiel im Rahmen der jährlichen Landesblindensammlung sowie auf Sponsorgelder und öffentliche Förderungen angewiesen. „Wir freuen uns sehr, dass die Osttiroler Bevölkerung unsere Arbeit honoriert und immer wieder großzügig spendet“, so Obmann Klaus Guggenberger. „Wir benötigen diese Spenden dringend, damit wir unsere laufenden Kosten für die mobile Arbeit decken können.“

 

Das Angebot der BSVT-Bezirksstelle

Rund 150 blinde und sehbehinderte Männer und Frauen erhielten 2014 Beratung bei Bildung und Beruf, Sozialrecht, Barrierefreiheit, Vermittlung lebenspraktischer Fertigkeiten oder geeignete Hilfsmittel, um den Alltag selbstbestimmt bewältigen zu können. 12 Kinder im Alter zwischen 0 und 7 Jahren wurden im Jahr 1212 und acht Kinder 2013 in Osttirol von der Pädagogischen Frühförderung betreut. Für Menschen mit Sehbeeinträchtigung ist die BSVT Bezirksstelle Osttirol die EINZIGE Anlaufstelle in der Region.

 

Vizebürgermeister Meinhard Pargger übergab im Namen der Lichtensteiner Stiftung dem BSVT einen Scheck in Höhe von 75.000 Schweizer Franken (rund 60.000 Euro)