Blendempfindlichkeit
Ehöhte Empfindlichkeit für Blendung (Lichtscheu, Photophobie)
Jeder Mensch empfindet ein unangenehmes Gefühl in den Augen, wenn er in der Dunkelheit von einem starken Licht angestrahlt wird. Ist die Windschutzscheibe beschlagen, kommt es bei Gegenverkehr ebenfalls zu einer Blendung. Fachlich gesprochen entsteht Blendung durch zu große Leuchtdichteunterschiede im Gesichtsfeld.
Physiologische und psychologische Blendung
In einigen Normen und Texten wird mit „physiologischer Blendung“ die Blendung bezeichnet, die mit einer Herabsetzung der Sehfunktion verbunden ist. Die „psychologische Blendung“ ist dem gegenüber die Blendung mit unangenehmem Gefühl.
Überempfindlichkeit
Mangelnder Schlaf, Migräne, übermäßiger Alkoholkonsum oder Vergiftungen erhöhen die Empfindlichkeit für Blendung. Eine überempfindlichkeit für Blendung besteht jedoch auch bei einigen Formen von Sehbehinderung. Dies gilt besonders für:
- Farbenblindheit (Achromatopsie)
- Albinismus
- Retinopathia pigmentosa
- Altersbedingte Makuladegeneration
- Hornhauttrübungen
- Grauer Star
Hilfsmittel und Tricks
- Getönte Gläser, in einigen Fällen auch Kantenfilterbrillen
- Getönte Kontaktlinsen
- Schildkappen oder Hüte
- Blendungsfreie Beleuchtung
- Vorhänge, Jalousien
- Blendungsfreie Bildschirmgestaltung am PC
- Bauliche Maßnahmen (Vorbauten, Vordächer, übergangsbereiche ins Freie)
Brillengläser, die bei Lichteinfall abdunkeln, sind eher nicht zu empfehlen. Die Verzögerung bis zu einem angemessenen Abdunklungsniveau ist bei erhöhter Blendempfindlichkeit zu hoch.
Abschirmwinkel von Beleuchtungen
In Normen und Texten wird mit dem Abschirmwinkel einer Leuchte der Winkel bezeichnet, aus dem sehr helle Flächen gerade nicht sichtbar sind.