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Gehsteige und Treppen (Tipps für Sehende)

Am sichersten führen Sie eine blinde Person, indem Sie ihr Ihren Arm anbieten. Sie kann dann entscheiden, ob sie sich bei Ihnen einhängen möchte, oder sich lieber am Oberarm festhält. Wenn Sie an eine Gehsteigkante oder eine Treppe gelangen, genügt es, darauf hinzuweisen, dass es hinauf oder hinunter geht. Gut aufeinander eingespielte Personen verwenden oft nur noch eine kleine Geste mit dem Arm oder der Hand, um auf eine besondere Situation aufmerksam zu machen. Bei geübten Personen ist nicht erforderlich, dass Sie anhalten, damit die blinde Person mit dem weißen Stock selbst den Gehsteigrand ertasten kann. Wenn Sie mit einem blinden Mitmenschen an eine Treppe gelangen, sagen Sie einfach: „Treppe rauf/ Treppe runter.“ Sofern ein Geländer vorhanden ist, legen Sie ihre Hand darauf, so dass die blinde oder sehbehinderte Person anhand Ihres Armes das Geländer finden kann. Sie können auch darauf hinweisen: „Das Geländer ist rechts bzw. links von Ihnen.“ Machen Sie auf jeden Fall auf den Beginn und das Ende der Treppe aufmerksam. Wenn Sie nicht mit dem Blinden über die Treppe gehen, zeigen Sie ihm zumindest das Treppengeländer wie oben erwähnt. Sie müssen als Begleitung die Stufen auch nicht vorher abzählen. In der Eile könnten Sie sich doch leicht verzählen und der allein gehende Blinde nimmt das Ende einer Treppe zweckmäßiger mit seinem Stock wahr. Besteht die Wahl zwischen einer normalen und einer Rolltreppe, so überlassen Sie der blinden oder sehbehinderten Person die Entscheidung. Auch bei Rolltreppen legt die blinde Person die Hand sicherheitshalber auf den Handlauf und hängt sich bei Ihnen ein.