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Echolokalisation

Menschliche Echoortung ist eine Technik, die von manchen blinden Menschen angewandt wird, um sich ein Bild ihrer Umgebung zu machen. Diese Technik kann im Rahmen eines Orientierungs- und Mobilitätstrainings vermittelt und eingeübt werden. Dabei wird zwischen passiver und aktiver Echoortung unterschieden. Im Gegensatz zur Ortung über reflektierte Sekundärsignale steht die Lokalisation, das direkte Richtungshören durch Primärsignale.

Je früher blinde Kleinkinder spielerisch[4] an die Technik der aktiven Echoortung herangeführt werden, desto müheloser integrieren sie diese in ihre Orientierung und Navigation.[5] Eine trainierte Person kann mit Hilfe von Klicksonar die Echos von Objekten differenziert nutzen und so die Position, die Dichte und teilweise auch die Größe der Objekte wahrnehmen. Aufgrund der physikalischen Grenzen ist die optimale Reichweite ca. 50 cm bis 300 Meter. Die Technik wird von geübten Blinden benutzt, um sich autonom zu bewegen, sich zu orientieren und um Hindernisse zu umgehen. Die Echoortungstechnik kann auch von Sehenden erlernt werden.[