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Begegnung in Verkehrsmitteln

Am häufigsten wird blinden oder sehbehinderten Personen Hilfe zuteil, wenn sie in eine Straßenbahn, einen Autobus oder in den Zug einsteigen wollen. Hin und wieder kommt es auch vor, dass sie von anderen Fahrgästen beim Einsteigen einfach zur Seite gedrängt werden.
Gut gemeinte Hilfe wird aber oft so nachdrücklich oder durch mehrere Personen zugleich angeboten, so dass der oder die Blinde eher in den Bus oder Zug gezogen wird, statt selbständig einsteigen zu können. Dabei brauchen Blinde nur wenig behutsame Unterstützung, um wie andere Fahrgäste einsteigen zu können. Wichtig ist immer die Frage, ob die blinde oder sehbehinderte Person Hilfe benötigt und welcher Art die Hilfe sein soll.
Alleinreisende Blinde wissen, wie sie die Straßenbahn, den Zug oder den Autobus benutzen können. Es genügt, dass Sie ihn oder sie bis zur Wagentür begleiten und, wenn gewünscht, die Hand zum Türgriff oder zur Griffstange bei der Straßenbahn führen.
Beim Aussteigen kann es passieren, dass die blinde Person vorne und hinten festgehalten wird, so dass sie größte Mühe hat, hinunterzusteigen. Sie zeigen einfach wie beim Einsteigen den Türgriff oder die Griffstange und lassen den blinden Fahrgast ansonsten selbst gewähren.
Wenn Sie zusammen ein- oder aussteigen, gehen Sie als der Führende immer voran, zeigen die Griffstange oder reichen die eigene Hand. Dabei sollten Sie auch andeuten, ob die Stufen hoch oder niedrig sind, oder zum Beispiel ein breiter Spalt zwischen Fahrzeug und Gehsteig ist.
Beim Einsteigen in ein Auto führen Sie die blinde oder sehbehinderte Person vor die geöffnete Wagentür und legen deren Hand an die Oberkante der Tür. Die andere Hand tastet währenddessen zur Orientierung auf das Dach des Autos und dann auf den Sitz. Mehr Hilfe wird in der Regel nicht benötigt, wenn nicht Alter oder andere Gebrechen vorliegen.