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Akkommodation

Akkommodation ist die Fähigkeit des Auges, die Sehschärfe aktiv auf verschiedene Entfernungen anzupassen, so können sowohl Gegenstände in der Ferne, als auch in der Nähe scharf gesehen werden. Dies passiert, indem die Linse ihre Form verändert und damit die Brechkraft des Auges an die Entfernung angepasst wird.

So wird die elastische Linse in einem gesunden Auge, rund fast wie eine Kugel. Dadurch werden Gegenstände in der Nähe scharf gesehen-(Nahakkommodation)

Beim Blick in die Ferne hat die Linse einen ellipsenförmigen Querschnitt (Fernakkommodation)

Die Akkommodationsfähigkeit des Auges hängt von der Elastizität der Linse ab. Sie nimmt mit dem Alter stark ab. Dieser Zusammenhang wird in der Douane’schen Kurve dargestellt:
Bis zum 5. Lebensjahrzehnt sinkt die Akkommodationsfähigkeit linear von ca. 12 – 16 dpt auf nur noch ca. 0,5 – 2 dpt ab.

Liegt eine Akkommodationsstörung vor, können betroffene Personen in bestimmten Bereichen nur mehr unscharf sehen. Je nach Störung liegt eine Kurzsichtigkeit (Myopie) oder eine Weitsichtigkeit (Hyperopie) vor.

Bei einem Grauen Star trübt sich die Augenlinse so stark ein, dass diese operativ entfernt und durch eine Kunststofflinse ersetzt werden muss, die nicht elastisch ist. Die Akkommodationsfähigkeit des Auges ist daher verloren gegangen. Nach einer Staroperation muss man deswegen für die Nähe eine Brille verwenden.