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Achromatopsie

Achromatopsie bedeutet wörtlich „kein Farbensehen“, also Farbenblindheit. Nun darf man sich aber nicht vorstellen, dass Farbenblinde die Welt so sehen, wie man sie in Schwarz-Weiß-Filmen sieht. Schwarz-Weiß-Filme wurden im Bewusstsein gedreht, dass keine Farbinformationen möglich sind. Unsere Umwelt ist aber vielfach so, dass ohne Farbinformationen die Wahrnehmung deutlich eingeschränkt ist.

Achromatopsie ist in vielen Fällen mit Augenzittern verbunden. Dieses Augenzittern kann schon bei kleinen Kindern beobachtet werden. Zudem sind Menschen mit Achromatopsie oft sehr stark blendempfindlich. Betroffene berichten, dass ihre Mütter immer ein schreiendes Kind hatten, wenn sie den Kinderwagen aus dem Haus schoben. Eine frühe Diagnose ist also wichtig, um dem Kind die Umgebung blendfrei zu gestalten und das Kind entsprechend optisch zu versorgen. In weiterer Folge sind Frühförderung, Maßnahmen zur schulischen Integration und Überlegungen zu Ausbildung und Beruf maßgeblich. Der Krankheitsverlauf ist nach unseren Erfahrungen nicht fortschreitend.

Die Ursache für eine Achromatopsie ist meist eine autosomal rezessive Vererbung

Leider gibt es keine medizinischen Möglichkeiten, die Erkrankung zu beeinflussen. Umso wichtiger sind eine gute optische Versorgung, insbesondere mit Kantenfiltern zum Blendschutzund eine adäquate Hilfsmittelversorgung.