Newsletter

Sehbehinderung verstehen Teil 3: Gesichtsfeldeinschränkung - Zentralskotom

Vorwort von Projektleiterin Mag.a Carmen Natter

Projektleiterin Mag.a Carmen Natter. Durch Anklicken wird das Bild auf einer neuen Seite vergrößert angezeigt.

Liebe Leserinnen und Leser!

Die meisten Menschen in Europa legen Wert auf Blickkontakt. Man signalisiert damit Aufmerksamkeit. „Wenn der Blickkontakt fehlt“, gelten Menschen daher als unhöflich und abweisend oder es wirkt, als hätten Sie etwas zu verbergen.

Wussten Sie aber, dass dies hauptsächlich in Europa gilt? In asiatischen Ländern ist es höflicher den Blick gesenkt oder auf den Hals gerichtet zu halten, um dem Gegenüber Respekt zu zollen. Wenn Ihr Gegenüber ein Zentralskotom hat, dann wird Ihnen dasselbe widerfahren. Er oder sie wird schräg an Ihrem Kopf vorbei oder auf Ihren Hals schauen mit dem Effekt, dass er oder sie Ihr Gesicht sehen kann.

In der Begleitung von Menschen mit einem Zentralskotom am Arbeitsplatz haben wir die Erfahrung gemacht, dass es drei wichtige Aspekte gibt: Verwendung optischer Hilfsmittel, Erarbeitung von Ordnungssystemen und Kompensationsstrategien sowie Information der Vorgesetzten und der MitarbeiterInnen über die Auswirkungen der eigenen Sehbehinderung.

Zum Schluss möchte ich Sie noch auf unsere Veranstaltungen im Herbst hinweisen und dabei besonders den Themenabend „Wenn der Blickkontakt fehlt“, am 4. November ab 18:30 Uhr im BSZ-Tirol hervorheben. Mehr darüber erfahren Sie am Ende dieses Newsletters

Mit freundlichen Grüßen

Mag.a Carmen Natter

Zentralskotom - Definition und Strategien

Im unserem letzten Newsletter berichteten wir über Ausfälle des periphären Gesichtsfelds. In dieser Ausgebe geht es um Gesichtsfeldausfälle, die von der Makula herrühren und als "Zentralskotom" bezeichnet werden. Lesen Sie im Folgenden mehr darüber.

Ein Beitrag von „sehensWert“-Mitarbeiter Mag. Wolfgang Berndorfer:

Zentralskotom

Direkt aus der Praxis: Leben mit Zentralskotom

Wie lebt es sich, wenn der Punkt des schärfsten Sehens nur ein grauer Fleck ist? In diesem Beitrag erzählt Christiane A., wie sie mit ihrer Sehbehinderung umgeht.

Bericht: Mit Zentralskotom leben

Veranstaltungshinweise

sehensWert auf der Visio

Termin: Mittwoch, 21. Oktober bis Freitag, 23. Oktober 2015

Dauer: 9:00 bis 18:00 Uhr

Ort: Messe Innsbruck, 6020 Innsbruck, free-way Stand (BX001)

Im Auftrag des Sozialministeriumservice Landesstelle Tirol bietet das Projekt sehensWert des BSVT gemeinsam mit KommBi und ÖZIV am free-way Stand (BX001) Information und Selbsterfahrung für Interessierte an.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

iPad, iPhone Austauschabend

Termin: Mittwoch, 21. Oktober 2015

Dauer: 18:30 bis 20:30 Uhr

Ort: BSZ-Tirol, Amraser Straße 87, 6020 Innsbruck

Keine Anmeldung erforderlich! Eintritt frei

Am Anfang des Abends steht die Vorstellung der Apple Watch durch LO.

Im Anschluss besteht die Gelegenheit, Fragen an Herrn O zu stellen sowie auch sich gegenseitig Tipps zur Anwendung von iPhone oder iPad zu geben, neue Apps auszuprobieren, oder die Geräte einfach einmal kennenzulernen.

Wir laden alle iPad- und iPhone-Nutzer, Neueinsteiger und Interessierte ein, sich im BSZ Tirol zum Thema auszutauschen.

Wenn der Blickkontakt fehlt - "Themenabend Sehbehinderung und Beruf“

Termin: Mittwoch, 4. November 2015

Zeit: 18:30 bis 20:30 Uhr

Ort: BSZ-Tirol, Amraser Straße 87, 6020 Innsbruck

Moderator: Mag. Wolfgang Berndorfer

Keine Anmeldung erforderlich!

Zwischenmenschliche Kommunikation läuft vielfach über die Augen.

Wenn diese beeinträchtigt sind, beispielsweise am Punkt des schärfsten Sehens, dann blickt man, um sein Gegenüber zu sehen, etwas seitlich daran vorbei.

Weiß allerdings das Gegenüber nicht, warum man dies tut, entsteht meist Verwirrung und Irritation.

Bei diesem Austauschabend besteht die Möglichkeit eigene Einschränkungen und den Umgang damit zu reflektieren.

Spezialthema im Oktober

Tag des weißen Stockes, 15. Oktober 2015

Dieses Jahr steht der Tag des weißen Stockes österreichweit unter dem Motto „Öffentlichkeitsarbeit für Sehbehinderung und Beruf“.

Frau Dr. Karin Klocker, Leiterin des Sozialministeriumservice in Tirol bringt die Herausforderung auf den Punkt:

„Für blinde und sehbehinderte Personen gestaltet sich die Jobsuche oft nicht ganz einfach – oft kämpfen Personen mit Hindernissen im Rahmen der Ausbildung oder es mangelt schlichtweg an der Bereitschaft seitens des Arbeitgebers, den Bewerberinnen und Bewerbern die erforderlichen Qualifikationen zuzutrauen.“

Unterstützung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der BSVT hilft Betroffenen und Arbeitgeberinnen wie Arbeitgebern im Rahmen des Projekts „sehensWert“ reale oder scheinbare Hürden zu erkennen und zu überwinden, um auf diese Weise Ängste zu nehmen und bei der Vorbereitung auf einen Arbeitsplatz bestmöglich zu unterstützen.

Diese Unterstützungen umfassen beispielsweise: Erklärung von Art und Umfang der Sehbehinderung und daraus folgender Einschränkungen. Analyse der Arbeitswege und Arbeitsumgebung hinsichtlich Beleuchtung, Blendung, Stolperfallen und anderer Gefahren, Beratung hinsichtlich möglicher Hilfsmittel, Erarbeitung von Kompensationsstrategien, Sensibilisierung und Beratung von Vorgesetzten und einzelnen Mitarbeitern.

Ihr sehensWert Team

Informationen zum Projekt "sehensWert" und zum Versand

Informieren Sie sich hier über unsere Unterstützungsangebote im Rahmen dieses Projektes!

Hier geht es zur ausführlichen Projektbeschreibung Sozialministeriumservice

Das Projekt „sehensWert“ - „Berufsorientierung und Berufsqualifizierung für Blinde und Sehbehinderte in Tirol“ wird beauftragt und finanziert vom Sozialminiseriumservice.

Hinweis zum Versand

Bei dem Projekt „sehensWert“ handelt es sich um eine Initiative des Blinden- und Sehbehindertenverbands Tirol. Wir versenden diesen Newsletter an unseren gesamten Verteiler. Der „sehensWert"-Newsletter erscheint dreimal im Jahr. Sollten Sie kein Interesse am „sehensWert“-Newsletter haben, aber weiterhin über Veranstaltungen und andere Projekte des BSVT informiert werden wollen, bitten wir Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff „sehensWert-Newsletter abmelden“ zu senden. Wir freuen uns auch über ihre Rückmeldung und Meinung.

E-Mail an die Redaktion