sehensWert Newsletter
Sehbehinderung verstehen Teil 2: Gesichtsfeldeinschränkung - Röhrenblick
Vorwort von Projektleiterin Mag.a Carmen Natter
Liebe Leserinnen und Leser!
Stellen Sie sich vor, Sie fahren durch einen Tunnel und kurz vor seinem Ende sehen sie einen Ausschnitt der anschließend verlaufenden Straße und einen kleinen Teil der Umgebung. Was sie nicht sehen ist, ob sich links und rechts von Ihnen Berge erheben oder eine Siedlung gebaut ist. Sie können auch noch nicht wahrnehmen, ob es von der Seite eine Zufahrt gibt und ein Auto auf die Fahrbahn zufährt.
Diese Situation ist vergleichbar mit der Alltagserfahrung unserer KlientInnen, die in Folge ihrer Augenerkrankung von einem sogenannten „Röhrenblick“ betroffen sind. Diese Personen nehmen ihre Umgebung nur in Ausschnitten war, was vor allem im Straßenverkehr, am Arbeitsweg zum Beispiel, eine große Herausforderung darstellt. In dieser Ausgabe lesen Sie darüber, was Röhrenblick ist und mit welchen Strategien man der Einschränkung begegnen kann.
Im Rahmen unserer Arbeit bilden wir unsere KlientInnen zu „Fachkräften in eigener Angelegenheit“ aus. In erster Linie unterstützen wir sie darin, ein starkes Selbstbewusstsein aufzubauen. Damit fällt es ihnen auch leichter, Angehörige, ArbeitskollegInnen und die Umgebung auf die Einschränkung aufmerksam zu machen. Das ist ein wichtiger Schritt, um Verständnis im eigenen Umfeld zu erzeugen. Im Rahmen des Clearings vermitteln wir zudem die Notwendigkeit von Orientierungs- und Mobilitätstrainings. Die Freude über wiedergewonnene Selbständigkeit von Betroffenen ist für uns dabei ein wunderschönes Feedback.
Abschließend bleibt mir nur noch, Ihnen viel Spaß bei der Lektüre dieser spannenden und informativen Ausgabe zu wünschen, und sie zu unserem Themenabend „Sehbehinderung und Beruf“ am 10. Juni einzuladen, bei dem unsere Reha-Trainerin Mag.a Heidi Amann zum Thema „Orientierung und Mobilität“ referieren wird.
Mit freundlichen Grüßen
Mag.a Carmen Natter
Röhrenblick - Definition und Strategien
Es gibt Sehbehinderungen, bei denen das Gesichtsfeld von außen her sehr stark eingeengt ist. Weil dieses Gesichtsfeld dem Blick durch eine Röhre vergleichbar ist, wird diese Einschränkung als "Röhrenblick" bezeichnet. Lesen Sie im folgenden, was das ist und wie man damit am besten umgehen kann.
Ein Beitrag von „sehensWert“-Mitarbeiter Mag. Wolfgang Berndorfer:
Direkt aus der Praxis: Sehen wie durch einen Tunnel
In diesm Beitrag erzählt Norbert M., welche Tücken das eingeschränkte Gesichtsfeld mit sich bringt und wie er damit umgeht.
Bericht: Mit Röhrenblick leben
Reha-Trainigs schenken Mobilität und Orientierung
Das Rehabilitationstraining des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Tirol unterstützt Menschen im Umgang mit ihrer Sehbehinderung oder Blindheit. Trainings werden in Nord- und Osttirol angeboten. Ziel ist es, sich in offener und wertschätzender Atmosphäre mit der eigenen Sehbehinderung auseinandersetzen zu können und das Selbstvertrauen zu stärken, bzw. das Umfeld zu sensibilisieren.
Veranstaltungshinweise
Gesundheitsstraße: Diabetes und Augengesundheit
Termin: Montag, 1. Juni 2015
Nachmittag: 16:00 Uhr bis 18:30 Uhr, „Gesundheitsstraße“
Abend: 19:00 Uhr, Vortragsabend „Diabetes und Augengesundheit“, Internistin Dr.in Andrea Wechselberger, Universitätsklinik für Innere Medizin I sowie Oberarzt Dr. Georgios Blatsios, Universitätsklinik für Augenheilkunde und Optometrie, Innsbruck.
Ort: Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Tirol, Amraser Straße 87, Innsbruck
Anmeldung ist bis Freitag, 29. Mai erforderlich bei Mag.a Carmen Natter telefonisch unter 0512 / 33 4 22 -14 oder per E-Mail an
Eintritt ist frei! Keine Anmeldung erforderlich!
Programm der Gesundheitsstraße: Blutzuckertest und Ernährungsmedizinischer Beratung durch avomed, individuelle Information durch den Oberarzt Dr. Georgios Blatsios von der Universitäts-Klinik für Augenheilkunde und Optometrie, Innsbruck, Beratung zu sprechenden Diabetikerhilfsmitteln durch den BSVT.
Themenabend Sehbehinderung und Beruf
Termin: Mittwoch, 10. Juni 2015
Dauer: 18:30 bis 20:30 Uhr
Ort: Blinden- und Sehbehinderten-Zentrum Tirol, Amraser Straße 87, Innsbruck
Unsere Rehatrainerin Heidi Amann referiert über ihre Arbeit – Inhalte, Ausmaß und Finanzierung von Trainings in Orientierung und Mobilität, und stellt sich den Fragen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Eintritt ist frei! Keine Anmeldung erforderlich!
Wir freuen uns auf einen anregenden Abend!
Ihr sehensWert Team
Informationen zum Projekt "sehensWert" und zum Versand
Informieren Sie sich hier über unsere Unterstützungsangebote im Rahmen dieses Projektes!
Hier geht es zur ausführlichen Projektbeschreibung
Das Projekt „sehensWert“ - „Berufsorientierung und Berufsqualifizierung für Blinde und Sehbehinderte in Tirol“ wird finanziert aus Mitteln der Beschäftigungsoffensive der Österreichischen Bundesregierung für Menschen mit Behinderung.
Hinweis zum Versand
Bei dem Projekt „sehensWert“ handelt es sich um eine Initiative des Blinden- und Sehbehindertenverbands Tirol. Wir versenden diesen Newsletter an unseren gesamten Verteiler. Der „sehensWert"-Newsletter erscheint dreimal im Jahr. Sollten Sie kein Interesse am „sehensWert“-Newsletter haben, aber weiterhin über Veranstaltungen und andere Projekte des BSVT informiert werden wollen, bitten wir Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff „sehensWert-Newsletter abmelden“ zu senden. Wir freuen uns auch über ihre Rückmeldung und Meinung.

