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‚fein-gefühlt‘

Führung für sehende, blinde und sehbehinderte Menschen

Das Besondere an der Führung ist, dass sie sich nicht nur an blinde und sehbehinderte Personen richtet, sondern auch zur Sensibilisierung für Sehende konzipiert wurde. Mit Dunkelbrille und Blindenstock ausgerüstet, können sich sehende BesucherInnen in die Welt blinder und sehbehinderter Menschen einfühlen.

Jahrtausendealte Objekte

Die TeilnehmerInnen entdecken bei der Führung im Ferdinandeum archäologische Objekte mit all ihren Sinnen. Zu Beginn wird die Kleingruppe (begrenzte Teilnehmerzahl) in den Ausstellungsbereich geführt. Auf dem Weg dorthin können sich sehende Menschen mit Dunkelbrille und Blindenstock vertraut machen. Die Kulturvermittlerin beschreibt die Ausstellungsstücke mit Worten. Anschließend nehmen die TeilnehmerInnen rund um einen Tisch Platz, auf dem archäologische Objekte darauf warten, entdeckt zu werden. Die Gruppe ist eingeladen, die jahrtausendealten Gegenstände zu ertasten, sich über ihre haptischen Erlebnisse auszutauschen und den Informationen der Kulturvermittlerin zu lauschen. Die inklusive Führung bietet damit einen neuen Zugang zu den Objekten aus Stein, Bronze, Glas und Keramik. Unter den archäologischen Fundstücken befindet sich u. a. ein Steinbeil aus der Jungsteinzeit, auf dem sich muschelförmige Einkerbungen erfühlen lassen.

Gemeinsam mehr sehen . . .

Die TeilnehmerInnen zeigten sich sehr beeindruckt, den Ausführungen der Kulturvermittlerin folgten Spender, Mitglieder, Mitarbeiter und Ehrenamtliche des BSVT.

Blinde, sehbehinderte Menschen und sehende Teilnehmer mit Dunkelbrille erfühlen Jahrtausende alte Gegenstände. Foto: BSVT