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Weltneuheit für Sehbehinderte – OrCam MyEye

Innsbruck,

Eine winzige Kamera schenkt stark sehbehinderten und blinden Menschen Selbständigkeit. Zeitungen werden vorgelesen, Produkte oder Personen erkannt. Das ist eine Revolution. Für potenziell 2.500 Tirolerinnen und Tiroler.

„Ich habe einen Sehrest von 10 Prozent bei angeborenem grauen Star“, erzählt BSVT-Obmann-Stellvertreterin Sabine Karrer. Sie hat die OrCam zwei Wochen lang getestet und berichtet: „Ich bin beeindruckt, welche Erleichterung die Kamera im Alltag sein kann.“ Sie ist ein Meilenstein zur Inklusion von sehbeeinträchtigten und blinden Menschen. Die sogenannte OrCam MyEye ist eine winzige Kamera, die an der Brillenfassung montiert wird. Sie erfasst den Bereich der Blickrichtung und eine Sprachausgabe flüstert die Informationen diskret ins Ohr. „OrCam MyEye ermöglicht dadurch Bücher, Zeitungen, Straßenschilder, Hausnummern und Anzeigetafeln zu lesen, aber auch Personen, Produkte oder Geldscheine zu erkennen“, erklärt TSB-Geschäftsführer Christian Zehetgruber die israelische Innovation, für die seine Firma den Generalvertrieb für Österreich innehat. Auf Grund von Makula Degeneration hat Herr Zehetgruber ebenfalls nur noch ein Sehvermögen von 1 Prozent, und konnte somit selbst einen großen Erfahrungsschatz mit der Kamera sammeln.

Sie kann jeden gedruckten Text in Echtzeit vorlesen. So erschließt sich urplötzlich die Welt von Zeitungen, Büchern, Briefen, Plakaten, und Speisekarten die bisher unterwegs nicht mit dieser Leichtigkeit oder gar nicht zugänglich waren. Dazu muss man lediglich den ausgestreckten Zeigefinger auf die Textstelle halten und die Kamera liest vor.

Die OrCam erkennt sogar Gesichter automatisch, sobald die Personen ins Blickfeld der Kamera kommen. Dazu muss das Gesicht der Person einmalig gespeichert werden, wobei für 150 Gesichtsbilder Speicherplatz besteht.

Brille mit Orcam am Bügel

Frau trägt Orcam und zeigt mit Finger auf Schild.